Ronen Steinke: "Terror gegen Juden"

Buchvorstellung und Diskussion. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt. Eine Anklage.

"In Deutschland hat man sich an Zustände gewöhnt, an die man sich niemals gewöhnen darf: Jüdische Schulen müssen von Bewaffneten bewacht werden, jüdischer Gottesdienst findet unter Polizeischutz statt, Bedrohungen nehmen zu. Der Staat hat zugelassen, dass es soweit kommt – durch eine Polizei, die diese Gefahr vielerorts nur verwaltet; durch eine Justiz, die immer wieder beschönigt." (Verlagstext) Der Vortrag und die Diskussion sollen sich auf die Frage staatlichen Handelns und die Reaktionen der Justiz konzentrieren.

Ronen Steinke ist Jurist, er arbeitet als Redakteur bei der "Süddeutschen Zeitung". Dazu hat er bereits mehrere Bücher veröffentlicht: "Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht", "Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin". Nach "Terror gegen Juden" (2020) ist in diesen Tagen erschienen "Antisemitismus in der Sprache. Warum es auf die Sprachwahl ankommt" (Duden).

Die Teilnehmerzahl ist Corona bedingt leider auf 50 begrenzt. Eine Anmeldung ist daher unbedingt erforderlich unter schalom@dig-bremen.de.

Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bremen/Unterweser in Kooperation mit Jüdischen Gemeinde, der Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, dem Bremischen Richterbund und soliport – Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt solidarisch beraten und unterstützen.

Ort und Zeit: Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34, 28195 Bremen, Sonntag, 1. November 2020, 16 Uhr

Wenn es vertraglich und technisch möglich ist, werden wir den Vortrag auch streamen.