Mahnwache

Gedenken an die Opfer des Krieges, den die Hamas am 7. Oktober 2023 begonnen hat

Am frühen Morgen des 3. Oktober vor drei Jahren drangen tausende Terroristen aus Gaza in den Süden Israels ein, plünderten, folterten, vergewaltigten und ermordeten 1200 Menschen, entführten 250 als Geiseln. Sie stellten ihre Mordtaten selbst stolz ins Netz, um zu zeigen: Juden töten ist möglich und eine gute Tat. Das Massaker, dem die Angriffe der Hisbollah und des Iran folgten, zielte auf die Auslöschung des jüdischen Staates. Auch auf deutschen Straßen wurde es als „Widerstand“ gefeiert.

An diesem Tag begannen Terroristen einen Krieg, der bis heute nicht beendet ist. Ein Krieg, der großes Leid über Israelis und Palästinenser gebracht hat; sie leben in Gaza unter sehr schweren Bedingungen, immer noch unter der Diktatur der Hamas. Am Pranger der Weltöffentlichkeit aber stehen nicht die Verursacher des Krieges, sondern das angegriffene Israel. Wie kann das sein?

Die Hamas hat genau gewusst, dass Israel sich hart verteidigen würde, um die Terrorinfrastruktur zu zerstören, damit sich ein 7. Oktober nie mehr wiederholen kann. Sie hat ihre eigenen Bürger als menschliche Schutzschilde missbraucht, Schulen, Krankenhäuser als Waffenlager und Kommando-zentralen benutzt, das riesige Tunnelsystem als Gefängnis für die Geiseln, nicht als Schutzraum für ihre Frauen und Kinder. In diesem Krieg der Hamas starben so auch viele Zivilisten, auch wenn die israelische Armee die Bevölkerung bei Angriffen vorab gewarnt hat.

Im Gazakrieg sind wie in jedem Krieg viel zu viele Menschen gestorben. Aber die Verantwortung dafür liegt bei der Hamas, die diesen Krieg grausam begonnen und ihn genau so gewollt hat, um seine Verbrechen zu rechtfertigen und Israel anklagen zu können – die Umkehrung von Tätern und Opfern. Aber der Krieg wäre an dem Tag beendet gewesen, an dem die Hamas kapituliert hätte; die Lage in Gaza kann dann gebessert werden, wenn die Hamas die Waffen niederlegt, wie es beim Waffen-stillstand vereinbart war.

Israel hat diesen Krieg sehr hart geführt und auch Fehler gemacht. Aber wir müssen verstehen, wie tief die Verwundungen des 7. Oktober bis heute für die Israelis sind, wie beherrschend das Streben nach möglichst großer Sicherheit. Wie diese Sicherheit in feindlicher Umgebung erreicht werden kann, in einer wehrhaften, starken Demokratie oder in einem Staat mit deutlich illiberalen Zügen, ist gegenwärtig der Kern des Wahlkampfs in Israel. Wir sollten die demokratischen Kräfte unterstützen, auch indem wir dem ansteigenden Antisemitismus hier bei uns entgegentreten. Wir stehen ein für das Recht auch der Palästinenser, in Frieden und Demokratie zu leben. Nicht mit Terror. 

Bremer Marktplatz, 7. Oktober 2026, 17.30 Uhr