Der vergessene Widerstand
Der Holocaust wird bis heute häufig als Geschichte jüdischer Ohnmacht erzählt. Dabei gerät aus dem Blick, dass Jüdinnen und Juden in ganz Europa Widerstand leisteten – organisiert, bewaffnet, kulturell und geistig. Sie kämpften in Ghettos und Lagern, schlossen sich Partisan*innengruppen an, dokumentierten Verbrechen, bewahrten Würde und Selbstbehauptung unter extremen Bedingungen.
Der Vortrag widmet sich diesem oft verdrängten Teil der Geschichte. Er zeigt Formen und Bedingungen jüdischen Widerstands und ordnet sie historisch ein. Zugleich wird deutlich, warum die Erinnerung an diesen Widerstand nicht nur für ein vollständiges Verständnis des Holocausts notwendig ist, sondern auch für heutige Debatten über Antisemitismus, Erinnerungskultur und die Wahrnehmung jüdischer Geschichte von zentraler Bedeutung bleibt.
Datum: Donnerstag, 5. Februar 2026
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Landeszentrale für politische Bildung, Birkenstr. 20/21, Bremen
Referent*in: Stephan Lehnstaedt, Professor für Holocaust- und Jüdische Studien an der Touro University Berlin
Veranstalter:
Deutsch-Israelische Gesellschaft Bremen/Unterweser e. V.
Der Eintritt ist frei.
Weitere Veranstaltungen im Rahmen der diesjährigen Veranstaltungsreihe zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus finden Sie in diesem PDF.